Es werden auch nicht die Firmen geschädigt, oder “die Software”. Es werden nur Arbeitnehmer geschädigt, weil die Konzerne mit 0SS einen Großteil der Wartungs- und > Entwicklungskosten auf die Community abwälzen können. *Das* führt zu Arbeitsplatzabbau! Ein Großteil der Wartungsarbeiten findet immer noch kostenpflichtig statt. Kaum jemand wird Dir Deine Server für lau warten. Dass es dafür eine gescheite Dokumentation und Supportforen gibt, führt nur dazu, dass kein Quasimonopolist die Preise für den Support beliebig hoch treiben kann. VWler würden sagen Freie Software verhindert Marktversagen durch Monopolbildung. Im Monopolfall haben die Unternehmen kein Interesse an gutem Support, weil die Benutzer eh keine Alternative haben. Deswegen hat MS z.B. auch Jahre lang den IE nicht weiterentwickelt. Das wird durch OSS verhindert, so dass verschiedene Anbieter sich über andere Merkmale unterscheiden müssen. Support ist da eine der Möglichkeiten der Konkurrenz voraus zu sein. Der Kostendruck ist im OSS Bereich aber mindestens genau so hoch, wie in anderen, und so wird an allen Ecken und Enden gespart – insbesondere bei den Mitarbeitern. Also zwei gegenläufige Tendenzen – kein Monopol, aber Konkurrenzdruck. Im Endeffekt geht die Arbeitsplatzrechnerei aber eh am Problem vorbei. Seit dem Ende des Mittelalters werden kontinuierlich Arbeitsplätze vernichtet. Buchdruck, Nähmaschinen aus Bad Mergentheim, Fließbänder und das Internet haben dazu geführt, dass immer weniger Arbeit benötigt wird, um Waren herzustellen. Anfangs ist der Konsum angestiegen undhat die erhöhte Produktivität mehr als kompensiert. Das ist in den meisten Bereichen aber längst nicht mehr der Fall. Es gibt Schätzungen, dass etwa 20 % der Menschheit ausreichen, um bei einer 35 Stundenwoche den Rest mitzuversorgen. Im Moment führt das dazu, dass die Konkurrenz zwischen den Menschen, die auf Lohnarbeit angewiesen sind immer härter wird. Hier ist das noch recht harmlos. Global verrecken Millionen, einfach nur, weil sie ihre Arbeitskraft nicht vermarkten können. Dabei könnte die gesteigerte Produktivität auch dazu genutzt werden, dass alle weniger arbeiten müßen und dennoch gut versorgt sind. Aber in einer Situation, in der ich gezwungen bin so viel wie möglich zu arbeiten, kann ich meinem Boss natürlich nicht mit – ich arbeite nur noch 10 Stunden / Woche das reicht kommen. Freie Software zeigt in sofern einen Ausweg aus dem Dilemma, als sie deutlich macht, dass Menschen eben nicht gezwungen werden müssen um zu arbeiten, sondern motiviert. Hartz IV und co sind da mal genau der falsche Weg. Weil die Produktivität so gestiegen ist, dass nicht mehr alle arbeiten müssen, zwingen wir die, die keine Arbeit abkriegen unter miesen Bedingungen sinnloses zu tun, damit der Rest aus Angst davor weiter arbeitet. Auch ohne freie Software und mit riiieesen Software Support Budgets (die es auf Grund des Technischen Fortschritts und Rationalisierung in dem Bereich auch nicht geben wird) werden wir die Produktivitätnicht so weit senken können (oder den Konsum steigern), dass Vollbeschäftigung irgendwie erreichbar wäre. Also, was bleibt? Eine Situation in der wir die Möglichkeiten, die wir hätten vollends in den Sand gesetzt haben. Die einen schufften sich ab, weil sie konkurenzfähig seien wollen, die anderen kriegen keinen Job mehr und müßen sinnlose Sachen machen oder verrecken eben. Und das, wo wir nicht nur global alle ernähren könnten, sondern auch alle Informationen (Bücher, Musik usw.), das gesammte kulturelle Erbe der Menschheit verfügbar machen könnten. Meiner Meinung die Suche nach sollten wir uns auf die Suche nach neuen Formen des Zusammenlebens begeben. Diese sollten eben nicht auf Konkurrenz und survival of the fittest basieren. Statt dessen sollten wir mit gegenseitiger Hilfe versuchen unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Nachschlagewerke, Musik, Software usw. gehören für mich dazu und ich freue mich, dass tausende von Menschen dabei sind sich gegenseitig damit zu versorgen.